Im Vergleich zu anderen Sportarten kann man beim wandern schon mit relativ wenig Equipment loslegen. Im Grunde reicht es, einfach nach draußen zu gehen. Damit das Ganze aber auch wirklich dauerhaft Spaß macht, gibt es unserer Meinung nach ein paar Dinge, die für den Anfang hilfreich sind. Wir selber haben mehr oder weniger auch bei Null angefangen und lernen immer noch mit jeder gewanderten Strecke dazu — oft merkt man erst, dass man etwas bestimmtes gebrauchen könnte, wenn man in eine entsprechende Situation kommt.

Auf dieser und den weiter unten aufgeführten Seiten wollen wir auf das eingehen, was aus unserer Sicht das Wandern angenehmer macht. Zuerst die Basics — beziehungsweise die Dinge, die unbedingt notwendig sind. Dann alles das, was das zur Erhöhung der Komforts oder der Sicherheit dient.

Navigation

Damit die Wanderung nicht zum Desaster wird, gehört vorherige Planung auf jeden Fall dazu. Es bleibt dem persönlichen Geschmack überlassen, ob man Kompass und Karten aus Papier bevorzugt oder auf GPS-Geräte zurückgreift. Wir bevorzugen letzteres, auch aus Gründen der Bequemlichkeit. Profis empfehlen allerdings, in jedem Fall Kompass und Papierkarten als Sicherheitsbackup dabei zu haben, falls das Navigationsgerät ausfällt.

Schuhwerk

Auch wenn man für seine ersten Routen an vielem sparen kann, sollte man auf eines auf gar keinen Fall verzichten: gute Schuhe und Wandersocken. Nach den ersten Kilometern merkt man schnell den Unterschied. Passende Schuhe sollten in jedem Fall im Fachgeschäft gekauft werden, dabei ist eine gute Beratung wichtig. Damit die auch am eigenen Bedarf orientieren kann, sollte vorher überlegt werden, welche Art von Strecken man wo wandert. Besonders gut sind Läden, wo es zum ausprobieren des Schuhwerks Teststrecken gibt.
 Bei uns lief es nach ausführlicher Beratung und ausprobieren mehrere Modelle auf sogenannte AB Wanderstiefel hinaus, weil wir nicht nur auf flachen gut ausgebauten Wegen unterwegs sind. Da wir zwischen Frühjahr, Sommer und Herbst unterwegs sind, entschieden wir uns für Wanderstiefel aus Leder.

Socken

Zum Schuhwerk gehören auf jeden Fall auch passende Wandersocken. Ein Paar ist gut, mindestens zwei Paare sind besser, wenn man an Wochenenden hintereinander wandert und die Socken auch mal „durchlüften“ will. Der Vorteil der Wandersocken ist die Verstärkung des Materials an potentiellen Druckstellen (= Blasen laufen). Unser Erfahrung nach unterliegen die Socken bei regelmäßigem wandern einen höheren Verschleiß, so dass ein rechtzeitiger Nachkauf eingeplant werden sollte.

Bekleidung

Einem etwas abgegriffenen Spruch zu Folge gibt es kein schlechtes Wetter, sondern lediglich unpassende Kleidung. Wir hier gehören überwiegend zu den Schönwetter-Wanderer. Bei Regen sind wir selten bis nie unterwegs. Bisher haben wir noch keine spezielle Bekleidung, was sich aber wohl noch ändern wird. Als praktisch erwiesen haben sich Trekkinghosen weniger wegen des Materials, aus dem sie gefertigt sind, sondern wegen der Extraportion Taschen. Wer eine Anschaffung in Erwägung zieht, sollte unbedingt darauf achten, dass welche auf Oberschenkelhöhe angebracht sind. Darin lässt sich ein Smartphone oder Navigationsgerät griffbereit verstauen — wie praktisch das ist, sieht man sobald man einen Rucksack mit Hüftgurt trägt. Jacke, Pullover und T-Shirt hängen von der Witterung ab. Funktionsbekleidung sollte man hier auch aus Gründen des Gewichts den Vorzug geben. So lange es nicht zu warm ist, sollte es auf jeden Fall eine leichte, winddichte Jacke sein. Ob man spezielle Funktionsunterwäsche braucht, muss jeder für sich entschieden. Normale Unterwäsche geht auch, auch wenn man da unter Umständen etwas stärker mit schwitzt. Bei mehrtägigen Touren sieht das dann anders aus, da sollte es auf jeden Fall Material sein, welches sich mal eben durchwaschen lässt und schnell trocknet.

Rucksack

Spätestens wenn man länger als eine Stunde unterwegs ist, lohnt sich die Anschaffung eines Rucksacks speziell zum wandern. Ein eigener Wanderrucksack hat dabei den Vorteil, dass er nicht dauernd komplett neu gepackt werden muss, weil er noch einen Tag zuvor zum Transport des Einkaufs fungiert hat. Wie bei den Wanderschuhen auch sollte der Rucksack am besten nach vorheriger fachlicher Beratung gekauft werden. Geeignete Rücksäcke haben Vorrichtungen zum Transport von Wanderstöcken, verfügen über einen Beckengurt und sind auf jeden Fall auf die eigene Körpergröße einstellbar. Gut ist es auch, wenn der Rucksack so konstruiert ist, dass die Luft zwischen Rucksack und Rücken zirkulieren kann. Wer für einen kräftigen Regenschauer gewappnet sein will, sollte sich beim Kauf nach einer Regenhülle erkundigen oder direkt ein wasserdichtes Modell nehmen.