Bocklemünd
Worringen
14,8 km
3:14 Std.
+75 m / -74 m
01.09.2013
leicht
Anreise mit der KVB-Line 3 oder 4 bis Haltestelle Bocklemünd.
Rückfahrt mit der S-Bahn Linie 11 ab Worringen Bahnhof.

Im Buch zum Kölnpfad trägt die dritte Etappe den Untertitel „Der Nahe Niederrhein“. Ganz Ehrlich Manuel Andrack (Pate der Etappe und Autor des Buchtextes), die Etappe hat wenig mit dem Niederrhein zu tun. Ein waschechter Niederrheiner wie ich ganz das ganz gut beurteilen. Die knapp 15 Kilometer lange Strecke ist sicher nicht ohne Reiz, hat aber mehr Tiefen als Höhen.

Startpunkt der dritten Strecke ist Köln-Bocklemünd, was sich mit der Linie 3 bzw. 4 gut erreichen lässt. Der erste Teilabschnitt führt zwischen Bocklemünd und Ossendorf, sogar ein kleines Stückchen Wald kann man dabei durchschreiten. Ansonsten bekommt man reichlich vom Straßenverkehr mit.

Sobald man die Straße Am Hufenbachpfädchen erreicht hat, sollte man zunächst auf gar keinen Fall der offiziellen Streckenführung folgen. Man wandert ansonsten durch dichtes Unterholz, weil hier anscheinend der Pfad kaum gepflegt wird. Stattdessen nimmt man den Fußgänger- und Fahrradweg auf der rechten Straßenseite. Erst nach 400 Metern schwenkt man wieder ein auf den Kölnpfad.

Nach einem Abschnitt im Wald wird es etwas gefährlich. Man läuft auf dem Auweilerweg durch eine Baustelle, die sich unter der Autobahnbrücke befindet (Stand Frühling 2015). Auch künftig ohne Baustelle sollte man wachsam sein in Bezug auf den Straßenverkehr.

Erst wenn man hinter der Kleingartenanlage den Auweilerweg rechts verlässt, kann man wieder entspannt aufatmen. Auf Grund des starken überwucherten Trampelpfads unmittelbar entlang des Begrenzungszauns sollte man lieber noch ein Stück weiter der Straße folgen, bevor man rechts zum Escher See einschwenkt.

Esch selber ist, verglichen mit Kölner Maßstäben, sehr dörflich und sehr weit draußen. Wenn man der Blockstraße folgt, lässt man es aber schnell hinter sich. Allerdings nicht ganz so schnell, wie die Autos auf der Straße.

Wenn man unter der Autobahnbrücke hindurch ist, sind es noch 400 Meter bis man die Blockstraße nach links verlassen kann. Es folgt rund 1 Kilometer durch den Wald, bevor man am Wasserwerk Weiler landet. Hier sollte man sich etwas Zeit nehmen, um die Rohre und Maschinen in Augenschein zu nehmen. Schilder informieren über die Verwendung und die Wege der Wassergewinnung in Köln. Eine Pumpe lädt zur Erfrischung ein.

Der dann folgende Abschnitt führt erst durch Wald, bevor man freies Feld erreicht. Dem Wirtschaftsweg folgt man 1,2 Kilometer. Bei heißem Wetter ist das weniger angenehm, besonders im Sommer, wenn links und rechts Mais- oder Weizenfelder reifen und die Hitze sich staut.

Hat man Roggendorf erreicht, ist es nicht mehr weit bis zum Worringer Bahnhof. Ist man dort angekommen, wünscht man sich aber angesichts dessen Trostlosigkeit sofort wieder zurück auf die Wanderstrecke.